Pelorisch/Zygomorph - was ist das ?
... ein Beitrag von W. Apel.
   
   

Um die verschiedenen Bezeichnungen verstehen zu können, muß man sich zuerst einmal mit dem allgemeinen Aufbau einer Orchideenblüte vertraut machen.

Der allgemeine Aufbau einer Orchideenblüte am Beispiel einer Dendrobium-Blüte:

äußere Blütenblätter (Septalen) (1), innere Blütenblätter (Petalen) (2), Lippe (3) und Säule (4)

Die Orchideenblüten sind so aufgebaut, dass sich nur eine Spiegelebene legen läßt. Dieses morphologische Merkmal nennt man zygomorph (monosymmetrisch). Da die Spiegelebene senkrecht in der Blütenmitte verläuft, nennt man dies auch lateral-symmetrisch. Die Ober- und Unterhälfte der Blüte ist nicht gleich (dorsiventral).

Orchidee
   
   
Orchidee
Die Symmetrieachse ist auf Grund der Lage der Blüte verzerrt dargestellt!

Auf Grund von Mutationen kann es zu Fehlbildungen im Blütenaufbau kommen. Dabei werden die Petalen deformiert oder als weitere Lippen ausgebildet (die Lippe ist das ursprüngliche dritte Petalum). Auf dem linken Bild ist eine solche deformierte Ausbildung der Petalen zu erkennen. Dabei sieht man, dass trotz dieser Fehlbildung die Blüte nach wie vor zygomorph ist.

   
   

Wenn es zur Ausbildung von 3 Lippen kommt, ändert sich die Symmetrie der Orchideenblüte. Sie wird radiärsymmetrisch (aktinomorph oder strahlenförmig). Auf dem rechten Bild ist das deutlich zu erkennen. Blüten, die ursprünglich zygomorph sind und eine solche Fehlbildung aufweisen, nennt man dann pelorisch.

Pelorisch/Zygomorph
Die Symmetrieachsen (lageverzerrt) können unterschiedlich gelegt werden (rot oder blau).
 
 
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